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Ratgeber

Wintergarten oder Terrassen­überdachung: Der Unterschied

Von Ismail Tökü, Toku Bauelemente Wittlich · Aktualisiert im Oktober 2026

Kurz gesagt: Eine Terrassenüberdachung ist ein offenes Dach über der Terrasse. Schließen Sie die Seiten mit Glas, entsteht ein kalter Wintergarten – unbeheizt, aber geschützt vor Wind und Regen. Ein Wohn-Wintergarten ist dagegen beheizt, gedämmt und ein echter Wohnraum. Viele starten mit der Überdachung und rüsten Glasschiebewände später nach.

Terrassenüberdachung Topline mit Glasschiebewänden als kalter Wintergarten an einem Klinkerhaus

Das Wichtigste in Kürze

  • Terrassenüberdachung: Dach mit offenen Seiten – Schutz vor Regen von oben.
  • Kalter Wintergarten: Überdachung plus Glaswände – Schutz vor Wind und Regen, unbeheizt.
  • Wohn-Wintergarten: beheizt und gedämmt – ein zusätzlicher Wohnraum.
  • Ebenerdige, unbeheizte Anbauten bis 50 m³ sind in Rheinland-Pfalz in der Regel genehmigungsfrei.

Überdachung und kalter Wintergarten im Vergleich

Der kalte Wintergarten baut auf einer Terrassenüberdachung auf. Der Unterschied liegt in den Seiten:

Kriterium

Terrassenüberdachung

Kalter Wintergarten

Seiten

offen

mit Glas geschlossen

Windschutz

gering

hoch

Nutzung

vor allem bei mildem Wetter

vom Frühjahr bis in den Herbst

Genehmigung (RLP)

bis 50 m³ in der Regel genehmigungsfrei

bis 50 m³ in der Regel genehmigungsfrei

Kosten

günstiger

höher durch die Glaswände

Der kalte Wintergarten

Ein kalter Wintergarten entsteht, wenn Sie Seiten und Front einer Terrassenüberdachung mit Glas schließen. Dafür gibt es Glasschiebewände aus 10 mm Einscheiben-Sicherheitsglas, die sich ganz zur Seite schieben lassen, eine Festverglasung oder eine gerahmte Schiebetür. Der Raum wird nicht beheizt – an sonnigen Tagen wärmt ihn die Sonne. So sitzen Sie schon im Frühjahr und bis spät in den Herbst geschützt draußen.

Der Wohn-Wintergarten

Ein beheizter Wohn-Wintergarten ist ein zusätzlicher Wohnraum mit gedämmtem Dach, Wärmeschutzverglasung und Heizung. Er muss die Anforderungen an den Wärmeschutz erfüllen und braucht in der Regel eine Baugenehmigung. Entsprechend höher sind Planungsaufwand und Kosten.

Erst Überdachung, später Wintergarten?
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Schritt für Schritt zum Wintergarten

  1. Zuerst die Terrassenüberdachung mit Glas- oder Polycarbonatdach.
  2. Dann Glasschiebewände an der Wetterseite – meist reicht schon eine Seite für spürbar mehr Windschutz.
  3. Später die Front schließen und mit Markise, LED-Licht und Insektenschutz ergänzen.

Was gilt bei der Genehmigung?

Nach § 62 Abs. 2 Nr. 2 der Landesbauordnung Rheinland-Pfalz sind ebenerdige, unbeheizte Anbauten wie Wintergärten und Terrassenüberdachungen bis 50 m³ umbauten Raum an Wohngebäuden der Gebäudeklassen 1 bis 3 genehmigungsfrei – außer im Außenbereich. Bebauungsplan und Abstandsflächen gelten trotzdem. Mehr im Ratgeber Baugenehmigung.

Häufige Fragen

Wintergarten oder Überdachung?

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Was ist der Unterschied zwischen kaltem und warmem Wintergarten?

Ein kalter Wintergarten ist unbeheizt und besteht aus einer Überdachung mit Glaswänden. Ein warmer Wohn-Wintergarten ist beheizt, gedämmt und ein zusätzlicher Wohnraum.

Brauche ich für einen kalten Wintergarten eine Baugenehmigung?

In Rheinland-Pfalz in der Regel nicht, wenn er ebenerdig und unbeheizt ist, höchstens 50 m³ umbauten Raum hat, an einem Wohngebäude der Gebäudeklassen 1 bis 3 steht und nicht im Außenbereich liegt.

Kann ich meine Terrassenüberdachung später zum Wintergarten erweitern?

In vielen Fällen ja. Glasschiebewände lassen sich an bestehenden Überdachungen nachrüsten. Beim Aufmaß prüfen wir, ob Ihre Konstruktion geeignet ist.

Kann man einen kalten Wintergarten im Winter nutzen?

An sonnigen Tagen ja. Da er nicht beheizt ist, ist er im Winter aber kein dauerhafter Wohnraum.

Was kostet ein kalter Wintergarten?

Der Preis hängt von Dachgröße, Anzahl der Glasflächen und Ausstattung ab. Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden ein schriftliches Angebot.

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